In der App: Videokamera (Videomenü) Metadateneinstellungen
Die Metadateneinstellungen legen fest, was außer Bild und Ton in die Videodatei geschrieben wird: Farbkennzeichnungen, Pixel-Seitenverhältnis, Standort, Timecode, Gyrodaten und eine eingebettete LUT. Sie gelten ab der nächsten Aufnahme.
Der Abschnitt ist nicht verfügbar, wenn der Codec RAW ist (die Einstellungen des RAW-Codecs haben eine eigene Gyro-Zeile), und unter Android-Versionen vor 8.1.

Metadaten
Der Hauptschalter dieses Abschnitts: An / Aus. Standard: An.
Bei An erhält die Datei die eigenen Tags der App (Telefon, App-Version, Farbkurve, Weißabgleich, Belichtung usw.), und die übrigen Zeilen dieses Abschnitts werden verfügbar. Bei Aus sind die übrigen Zeilen ausgegraut.
Beim Container system wird die Datei nach der Aufnahme neu geschrieben, um diese Tags hinzuzufügen. Bei Aus entfällt dieser Schritt, und die Datei bleibt genau so, wie Android sie geschrieben hat.
Pixel-Seitenverhältnis
Schreibt das Pixel-Seitenverhältnis in die Datei, damit Schnittprogramme anamorphotische Aufnahmen in ihren wahren Proportionen zeigen: Aus / Wie im Sucher. Das Verhältnis kommt aus Sucher entzerren in den Suchereinstellungen und wird nur geschrieben, wenn es größer als 1 ist. Für jede Kamera getrennt gespeichert. Standard: Aus.
Fest auf Aus, wenn das Video selbst über die GPU entzerrt wird: Das Bild ist dann bereits gestreckt.
OETF und Primärfarben
Was die Datei über ihre Übertragungsfunktion und ihre Primärfarben angibt, damit Player und Schnittprogramme die Farben richtig darstellen:
- Unverändert: so, wie der Encoder des Telefons es geschrieben hat;
- Autokorrektur: passend zur gewählten Farbkurve und zum Gamut (z. B. linear bei einer linearen Kurve, HLG bei HLG, BT.709 bei Log-Kurven);
- BT.709, PQ/BT.2020, HLG/BT.2020, BT.601 PAL, BT.601 NTSC, sRGB: feste Kombinationen;
- Linear/Auto: lineare Übertragung, Primärfarben aus dem Gamut.
Für jeden Codec getrennt gespeichert. Standard: Autokorrektur.
Farbbereich
Das Flag für den Farbbereich in der Datei: Unverändert, Autokorrektur (der Bereich, den die Kamera tatsächlich geliefert hat), Begrenzt oder Voll. Mit einem falschen Flag wirkt das Bild in anderen Programmen flau oder zu kontrastreich. Für jeden Codec getrennt gespeichert. Standard: Begrenzt.
Geolokalisierung
Schreibt den Standort in die Datei: Aus / An. Beim Einschalten fragt die App nach der Standortberechtigung; ohne sie bleibt die Zeile auf Aus. Der Zusatz „Wenn möglich“ bedeutet: Koordinaten werden nur geschrieben, wenn das Telefon seinen Standort bereits kennt. Dieselbe Einstellung versieht auch Schnappschüsse und RAW-Aufnahmen mit dem Standort. Standard: Aus.
Timecode
Fügt der Datei eine Timecode-Spur hinzu: Aus, UTC oder Lokal (Zeitzone des Telefons). Der Timecode beginnt mit der Uhrzeit des ersten Bildes. In Zeitlupe entspricht seine Bildrate der Wiedergabebildrate. Bei RAW-Aufnahmen bestimmt dieselbe Einstellung den Timecode der DNG-Bilder; bei Aus zählen sie ab 01:00:00:00. Standard: Aus.
Beim Container system wird der Timecode nach der Aufnahme hinzugefügt, und zwar nur bei Dateien über 1 MB.

Gyroskopische Daten
Zeichnet das Gyroskop des Telefons für die Stabilisierung in Gyroflow auf:
- Aus;
- GPMF: eine Gyro-Spur im Clip und daneben eine Datei
<clip>.lensprofile.json. Kann die Spur bei der aktuellen Bitrate nur eine begrenzte Länge aufnehmen, zeigt der Wert diese Grenze an (z. B. „max. 40 Min.“); - gcsv (externe Datei): keine Spur im Clip;
<clip>.gcsvund<clip>.lensprofile.jsonwerden daneben gespeichert; - Protobuf: eine Spur im Clip, das Objektivprofil ist enthalten.
GPMF und gcsv öffnen sich in der regulären Gyroflow-Version, Protobuf derzeit nur in den Nightly-Builds von Gyroflow. Hat das Telefon kein Gyroskop, wird nichts aufgezeichnet. Wechselt das Objektiv während einer Aufnahme, entstehen für jeden Abschnitt zusätzliche Dateien <clip>-<frame>.gcsv und .lensprofile.json. Standard: Aus.
LUT einbetten
Bettet die Sucher-LUT in die Datei ein, damit sie sich später extrahieren und im Schnitt anwenden lässt:
- Aus;
- Sucher-LUT x33 (oder Rec.709): die LUT selbst (Cube mit 33 Stützpunkten) und die Parameter, um sie neu zu erzeugen;
- Nur editierbare Meta-LUT: nur die Parameter, ohne LUT.
„Wenn möglich“ heißt hier: nur wenn die gewählte Farbkurve eine LUT zulässt (Log, linear, Rec.709, HLG, PQ). Nie bei RAW. Standard: Aus.
